Strom sparen im Passivhaus – In welchen Details der Teufel steckt

Die Energiekosten sind Dreh- und Angelpunkt des alljährlich verfügbaren Budgets. Kalkulationen drehen sich hier jedoch nicht nur um Gaspreise oder Kosten für andere Brennstoffe, sondern auch um die Preise für Strom. Der verbrauchte Strom in einem Passivhaus rangiert im Regelfall bereits weit unterhalb des Niveaus bei normalen Wohnhäusern.

Dass es jedoch noch günstiger gehen kann und sich sogar im Passivhaus wahre Sparmöglichkeiten bieten, sollte dennoch nicht außer Acht gelassen werden. Wer in einem Passivhaus lebt und bereits auf das eigene Budget achtet, sollte sich auch diese kleinen Details nicht entgehen lassen, an denen möglicherweise ein dreistelliger Betrag hängen kann.

Die Stromspar-Möglichkeiten

Bevor Besitzer eines Passivhauses scheinbar wahllos mit der zusätzlichen Stromspar-Initiave loslegen, sollten sie sich einen Plan zurechtlegen. Hierbei kann es hilfreich sein, für jedes Zimmer im Haus eine Liste anzulegen,welche elektronischen Gerätschaften dort verwendet werden. Diese können im Nachhinein nach Priorität sortiert werden. Anschließend ist es wichtig, nach der Energieeffizienz der Geräte zu schauen. Gerade bei Haushaltsgroßgeräten wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Trockner kann eine schlechte Energieeffizienzklasse ein echtes Groschengrab sein. Der Austausch solcher Gerätschaften ist zwar zunächst mit einer Investition verbunden, welche sich jedoch schon wenig später wieder ausgeglichen haben kann. Die Umstellung des Hauses auf Geräte mit einer guten Effizienzklasse ist einer der wichtigsten Schritte zum Strom Sparen im Passivhaus.

Zusätzlich jedoch ist auch das eigene Verhalten entscheidend für den jährlichen Stromverbrauch im Haus. Brennen alle Lampen unnötigerweise ganztägig oder läuft das Radio sogar wenn niemand da ist, frisst dieses Verhalten enorm viel Strom, der genauso gut hätte eingespart werden können. Dabei sind die Regeln zum Energiesparen im Alltag sehr einfach:

1.)    Das Licht in den Zimmern nur dann nutzen, wenn es nötig ist. Am Abend oder an verregneten Tagen keine Frage. Scheint Draußen jedoch die Sonne und ist der Raum ohnehin hell erleuchtet, so bewirkt die Deckenleuchte kaum etwas und kann ausgeschaltet bleiben. Bei jedem Verlassen eines Raumes sollte das genutzte Licht abgeschaltet werden. Dies gilt auch für vermeintlich dekorative Stehleuchten, die dennoch stundenlang Strom verbrauchen, ohne dass sie jemand bewundert.
2.)    Umrüsten auf Energiesparlampen kann sich lohnen. Immerhin verbrauchen sie deutlich weniger Strom, halten lange und verbreiten inzwischen ein ebenso angenehmes Licht wie gewöhnliche Glühbirnen.
3.)    Stand-By von Geräten wie Fernseher, Stereoanlage oder PC kann teuer sein. Diese Gerät verbrauchen selbst im Verfügbarkeitsmodus eine Menge Strom, weswegen sie komplett abgeschaltet zu kleinen Stromsparern werden. Oft macht es kaum einen Unterschied, ob ein Gerät aus dem Standby angeschaltet wird, oder ob es aus dem komplett abgeschalteten Zustand heraus verwendet wird.

Auch der Tarif spielt eine Rolle

Zeigt sich trotz aller Stromsparmaßnahmen kaum ein Unterschied auf der Stromrechnung ist dies bei all der Mühe ein frustrierender Umstand. Ist dies der Fall, lohnt sich oft ein Blick auf den aktuellen Energieversorger und seine Preise. Hier steckt in der Tat der Teufel im Detail, weswegen auch Kleingedrucktes unbedingt beachtet werden sollte. Eine gute Übersicht und somit die Möglichkeit, weiter Energiekosten durch einen passenden Stromanbieter senken zu können, bietet die Webpräsenz der Stadtwerke Leipzig. Letztlich lässt sich also durch eine intelligente Kombination von eigenem Verhalten und dem richtigen Anbieter viel wertvolles Geld auch im Passivhaus sparen.

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