Passivhausfenster – die clevere Alternative

Passivhaus Fenster

Passivhaus Fenster

Wer clever ist, der macht sich schon rechtzeitig Gedanken wie er sein Haus bauen möchte. Mit „Wie“ versteht sich natürlich auch mit welchen Materialien gebaut wird. Denn wer sich im Vorfeld über die richtigen Materialen informiert, der spart für die Zukunft.

Bei Passivhausfenster ist das z.B. so, dass diese im ersten Moment vielleicht mehr kosten. Doch zum einen gibt es die verschiedensten Förderungen vom Staat, wie z.B. von der Kfw, und zum anderen kann man mit Fenstern die besonders gut dämmen effektiv Energie sparen. So schonen Sie nicht nur den eigenen Geldbeutel, sondern tun so auch noch etwas Gutes für Ihre Umwelt.

Mittlerweile gibt es ohnehin schon diverse Vorschriften, die beim Neubau oder bei Sanierungen eingehalten werden müssen. Die EnEV z.B. ist eine Verordnung für die Einsparung von Energie. Erst im Mai 2014 wurde dazu eine Novellierung auf den Weg gebracht. In ihr wird geregelt, wie mit dem Einsatz von Energie in Gebäuden umgegangen werden muss. Wobei sich die Anforderungen für die Gebäudehülle bei Sanierungen nicht sonderlich verändert haben. Hier reichen die Vorgaben der EnEV 2009 völlig aus. Ziel der Vorschrift ist es den Jahres-Primärenergiebedarf zu senken.

Mit Passivhausfenster werden diese Vorgaben bei der Sanierung oder Neubau nicht nur erfüllt, sondern man schafft hier ein gänzlich anderes Wohlfühlklima in der Wohnung. Passivhausfenster haben nämlich das Behaglichkeitskriterium. Die thermische Behaglichkeit ist mitunter, neben der olfaktorischen, visuellen und akustischen Behaglichkeit, in der DIN EN ISO 7730 festgehalten. Eine thermische Behaglichkeit liegt vor, wenn die Wärmebilanz des menschlichen Körpers ausgeglichen ist (Wärmeabgabe=Wärmeerzeugung).  Den Wärmehaushalt des menschlichen Körpers wird hier aber nicht nur von der Temperatur der Luft, sondern auch von der Strahlungstemperatur von Körpern beeinflusst. Wie z.B. Möbel, Wände oder auch die Glasscheibe bzw. der Rahmen des Fensters.

 

Doch was macht das Passivhausfenster so anders?

Für den Laien ist der erste messbare Wert der Uw-Wert bei einem Fenster. Er gibt an wie viel Energie durch ein Fenster hindurchgeht. Verschiedene Komponenten werden hierbei separat betrachtet. Zum einen gibt es den Uf-Wert, hier steht das kleine f eben für das englische Wort frame (Rahmen), und den Ug-Wert, wobei hier das kleine g für glazing also Verglasung, steht. Zusammengerechnet ergibt es den Uw-Wert (w=window). Beim Passivhausfenster muss der Uw-Wert eben  kleiner oder gleich 0,8 W/m²·K.

Man sagt: Passivhausfenster sind im Gegensatz zu „normalen“ Fenstern um den Faktor 2 besser. Außerdem gilt beim U-Wert: Je kleiner der Wert umso besser ist er. Um diesen Uw-Wert von 0,8 zu erreichen muss das Fenster in der Regel mit einer Dreifachverglasung ausgerüstet werden.  Doch diese 3fach-Verglasungen können mehr als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Meist sind sie nämlich mit einer Wärmedämmbeschichtung ausgestattet. In der Praxis wird hier auf der äußeren und inneren Scheibe jeweils auf der Fläche, die dem Scheibenzwischenraum zugewandt ist, eine Metalloxidschicht aufgebracht. Man nennt sie auch Low-e-Beschichtung (niedrige Emissivität).  Das Besondere an dieser Metalloxidschicht ist, dass hier nur eine bestimmte Wellenlänge passieren kann. Nur der Wellenbereich von 0,32 bis 2,50 µm wird von dieser Schicht durchgelassen. Die gefährliche UV-Strahlung, mit einer Wellenlänge von 100nm bis 380nm wird hier beinahe gänzlich ausgefiltert.

 

Doch was passiert hier genau und welchen Nutzen habe ich als Verbraucher?

Nachdem die kurzwelligen Strahlen die Verglasung passiert haben, treffen diese z.B. auf Wände, Böden, Möbel und andere Gegenstände und werden dabei reflexiert. Die kurzwellige Strahlung wird zum einen in eine langwellige Strahlung umgewandelt. Zum anderen werden diese an den Oberflächen der Materialien absorbiert und in Wärme umgewandelt. Der langwellige reflexierte Teil der Strahlung kann hingegen die Schicht zum Großteil nicht mehr passieren und bleibt im Raum gefangen. Das Ergebnis: Der Raum wird von der Verglasung indirekt geheizt.

Auch die Wärmeschutz-Verglasung selbst wird erwärmt und gibt keine unangenehme Kältestrahlung mehr ab. Somit wird das Behaglichkeitskriterium bestens erfüllt, denn die mittlere Oberflächentemperatur der Scheibe sinkt nicht unter 3° C der Raumtemperatur.

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