Balkongeländer aus Holz fürs Niedrigenergiehaus

Wer sich beim Hausbau für ein Passivhaus entscheidet, handelt meist nicht nur aus ökonomischen Gesichtspunkten sondern auch aufgrund ökologischer Werte. Sofern die finanziellen Ressourcen es zulassen, sollten daher auch die Baumaterialien unter ökologischen Gesichtspunkten ausgewählt werden.

Holz als ökologischer Rohstoff für Balkongeländer

So sollte auch beim Kauf des Balkongeländers darauf geachtet werden, dass die Rohstoffe nachhaltig gewonnen wurden.
Hinsichtlich der Umweltbilanz schneiden Balkongeländer aus Holz hier am besten ab. Als nachwachsender Rohstoff ist Holz ein ideales Material für ökologische Bauweise. Voraussetzung ist, dass das Holz regional geschlagen wurde und damit nur geringe Energiekosten für den Transport anfallen. Darüber hinaus sollte das Holz aus ökologisch zertifizierter Bewaldung stammen. Bei billigen Holzbalkongeländern ist die Gefahr gegeben, dass der Rohstoff aus entfernteren Regionen stammt, wo das Holz vielfach unter großflächiger Zerstörung lokaler Ökosysteme gewonnen wurde. So hat eine Umfrage des WWF im Jahre 2009 ergeben, dass 2/3 der größten holzverarbeitenden Unternehmen in Deutschland die genaue Herkunft ihres Holzes nicht kennen.

Schwierig wird es bei der Wahl des Holzschutzmittels. Konventionelle Holzschutzmittel sind zumeist Gift für die Umwelt. Existierende ökologische Alternativen sind beispielsweise Präparate aus Bienenwachs. Allerdings liegt die Wirksamkeit dieser Präparate meist vielfach unter den konventionellen Produkten, so dass eine regelmäßige Erneuerung des Schutzes ununmgänglich ist.

 

Weniger geeignet: Metall oder Kunststoff

Balkongeländer aus Edelstahl oder Aluminium eignen sich aus ökologischer Sicht weniger. Zwar sind sie beständiger als ein Holzgeländer, der Herstellungsprozess verursacht jedoch, vor allem bei Aluminium, enorme Energiekosten. Auch die ökologischen und sozialen Umstände in den Bauxit-Tagebauten und Eisenerzlagerstätten lassen sich nur selten transparent rückverfolgen.

Gleiches gilt für konventionelle Geländer aus Kunststoff. Ausgangsbasis für die meisten Kunststoffe ist Erdöl. Wie allseits bekannt neigt sich dieser Rohstoff dem Ende zu und die Erdölgewinnung verursacht immer wieder hohe Umweltschäden. Ändern könnte sich dies mit der zunehmenden Verbreitung von ökologisch hergestellten Bio-Kunststoffen.

Als Verbraucher können Sie ganz einfach zu einer Förderung ökologischer Baumaterialien beitragen: Fragen Sie bei Ihren Lieferanten nach der Herstellungskette und nach ökologischen Alternativprodukten. Bereits dadurch tragen Sie zu einem Umdenken bei.

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