Altbau mit Passivhauskomponenten sanieren

Altbau mit Passivhauskomponenten sanieren

Aus einem Altbau kann durchaus ein Passivhaus werden – mit einer nachträglichen Wärmedämmung und anderen Maßnahmen. Dabei bleibt die alte Bausubstanz erhalten, das Haus wird aber dank moderner Komponenten zum Passivhaus.

Modernisierung des Altbaubestands dringend erforderlich

Der Bausektor ist sich einig: Eine der wichtigsten Aufgaben in der Zukunft ist die Modernisierung des Altbaubestands. Leider vertritt immer noch die Mehrzahl der Altbaueigentümer die Meinung, es sei bei der Modernisierung mit einem neuen Anstrich der Fassade und dem Auswechseln der Heizungsanlage alles getan.

Aufgrund der stetig steigenden Energiepreise lohnt sich das Dämmen eines Altbaus – selbst wenn dafür ein Kredit aufgenommen werden muss. Wer heute eine qualitative Verbesserung unterlässt, ärgert sich später über eine mäßige Energieeffizienz und nicht über die Renovierungskosten.

Tipp: Immobilienbesitzer sollten das derzeitige Zinsniveau für sinnvolle Sanierungsmaßnahmen nutzen – Smava.de bietet hierfür einen Zinsvergleich für Modernisierungskredite.

Warum sich eine Sanierung trotzdem lohnt

istock,com/tomazl

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Wer seinen Altbau zu einem Energiesparhaus saniert, senkt seinen Heizölbedarf und tut damit sogar etwas fürs Klima – denn Deutschlands Altbauten sind die größten CO2-Schleudern. Eine Sanierung zum Passivhaus senkt den Ölbedarf von durchschnittlich 22 Litern pro Quadratmeter auf 1,5 Liter!

Neben einer Reduzierung des Energieverbrauchs um rund 95 Prozent und den CO2-Emissionen um 100 Prozent, ist die Sanierung inzwischen auch noch einfach durchzuführen: So gibt es inzwischen vorgefertigte Elemente aus Holz, die einfach vor die Fassade gehängt werden.

Im Bodenbereich ist es möglich, mithilfe einer sogenannten Vakuumdämmung einen hohen Dämmstandard mit geringer Aufbauhöhe zu erzielen. Mithilfe einer rundum verlaufenden Schirmdämmung werden Wärmebrücken im Mauerbestand entschärft. Und ein optimiertes Lüftungssystem mit einem effizienten Kompaktgerät versorgt das gesamte Haus mit Frischluft und stellt den Warmwasser- und Restwärmebedarf zur Verfügung. Ein in die Fassade integriertes Photovoltaik-Paneel deckt den übrigen Restwärmebedarf ab.

Dank dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei der Sanierung des Altbaus statt eines Neubaus und Abrisses werden zudem rund 80 Prozent an nicht nachwachsenden Rohstoffen eingespart. Gegenüber einer konventionellen Sanierung verursacht ein Umbau zum Passivhaus 15 Prozent Mehrkosten und der Einsatz ökologischer Maßnahmen sorgt für 9 Prozent höhere Kosten. Doch dank der so reduzierten Energiekosten macht sich solch eine Sanierung bereits innerhalb weniger Jahre bezahlt.

Bild: ©istock.com/tomazl

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